Die Vertreter des Ungarischen Nationalmuseums und der Gedenkkommission Reformation erklärten am 24. Oktober im Rahmen einer Pressekonferenz, dass die Wanderausstellung Reformation 500 in einem Gelenkbus unter dem Namen „Coole Reformation“ startet. Das Ziel besteht darin, die historischen Denkmäler und das bis heute wirkende Erbe der Reformation bis zum Ende des Gedenkjahres und danach an möglichst viele Orte zu bringen.

Der Bus Reformation 500 „Coole Reformation“ ist eine bewegliche Ausstellung und stellt das Ergebnis der Zusammenarbeit der Gedenkkommission Reformation und des Ungarischen Nationalmuseums dar. Sie öffnete ihre „Türe“ vor dem Beginn ihrer landesweiten Tournee im Rahmen einer Pressekonferenz am 24. Oktober an der Haupttreppe des Ungarischen Nationalmuseums. Im Rahmen der Konferenz begrüßte der Hauptdirektor des Ungarischen Nationalmuseums, Benedek Varga die Anwesenden und wies in seiner Rede auf ZEIT-FORMEN, die größte thematische Ausstellung des Jubiläumsjahres hin. Es ist kein Geheimnis, dass sich die Bus-Ausstellung auf Letztere beruht.

Die Ausstellung ZEIT-FORMEN kann man bis zum Schluss am 5. November kostenlos besichtigen! Weitere Details sind hier zu lesen. Über die Idee des Busses bzw. die Entstehung des Konzeptes sprach der Ministerialbeauftragte der Gedenkkommission Reformation Dr. Károly Hafenscher. Auch die Kuratoren der Wanderausstellung waren anwesend: Zsuzsa Zászkaliczky, Kunsthistorikerin, für Bildung zuständige stellvertretende Direktorin der Evangelischen Landessammlung, dr. Botond Kertész, Historiker, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Evangelischen Landesmuseums, sowie dr. Erika Kiss, Mitarbeiterin des Ungarischen Nationalmuseums

Über die inneren Räume des Busses und über die Ausstellung selbst sprach Zsuzsa Zászkaliczky. In der Ausstellung geht es hauptsächlich darum, was die Reformation für uns heute bedeutet und stellt diese Frage in Bezug auf Themen wie Unterricht, Familie, Bild (Visualität), Wirtschaft und Diskussion (Öffentlichkeit, Politik) dar. Die Ausstellung bringt die Werte der Reformation, einer vor fünfhundert Jahren begonnenen und seitdem in den Alltag integrierten Bewegung, mit Hilfe von Interviews mit Zeitgenossenen, interaktiven Spielen, digitalen Anwendungen, Ausstellungsobjekten von transzendenter Bedeutung und Installationen näher.

Jedoch über die Innenräume des Busses hinaus ist das Äußere auch „sprechend“, der Zuschauer wird informiert. Wenn man die Seite des Busses anblickt, kann man berühmte Personen im Zusammenhang mit der Geschichte der Reformation in chronologischer Reihenfolge erkennen. Bei der Dekoration geht es um die Geschichte, unsere namhafte Vorfahren, im Inneren steht die heutige Nachricht der Reformation im Fokus. Die „Reisenden“ an der Seite des Busses – die Liste ist alles andere als vollständig – stellen die ungarischen Persönlichkeiten der Reformation, bzw. Calvin, Luther und Melanchton. Unter ihnen im unteren Streifen ist eine Zeitleiste zu sehen, mit den wichtigsten Ereignissen protestantischer Kirchen, praktisch bis zum heutigen Tag. Darüber sprach den Anwesenden dr. Botond Kertész.

Nach den vorläufigen Plänen fährt die Wanderausstellung zuerst im Komitat Pest herum, dann fängt sie ihre landesweite Tournee an.

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